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          • „Fakt oder Fake?“ – Wenn aus Schülern für einen Tag Europaabgeordnete werden

          • Für einen Tag verwandelte sich der Klassenraum der Jahrgangsstufe 11 in einen europäischen Plenarsaal. Statt über Politik zu sprechen, wurde Politik erlebt: Es wurde diskutiert, verhandelt, argumentiert und abgestimmt – und das mit viel Engagement, Kreativität und einer gehörigen Portion Humor.

            Im Planspiel „#FaktOderFake?“ schlüpften die Schüler im Rahmen eines besonderen GRW-Projekttages in die Rollen von Abgeordneten des Europäischen Parlaments. Schnell wurde deutlich: Manche Teilnehmenden gingen in ihren neuen Rollen regelrecht auf. Es wurde leidenschaftlich debattiert, um Mehrheiten gerungen und gelegentlich auch mit humorvollen Zwischenrufen kommentiert – ganz so, wie man es aus echten politischen Debatten kennt.

            In verschiedenen Fraktionen berieten die „Abgeordneten“ über zwei fiktive Gesetzesvorhaben zum Umgang mit Deep Fakes, Desinformation und Hate Speech. Dabei mussten sie Positionen vertreten, Argumente entwickeln und Kompromisse finden. Nicht immer waren sich die Fraktionen einig, was zu spannenden Diskussionen führte. Manche Redebeiträge waren dabei so überzeugend – oder so unterhaltsam –, dass sie für zahlreiche Lacher im „Parlament“ sorgten. Als Parlamentsvorsitzende sorgten Maja und Merle jedoch immer wieder hervorragend dafür, dass die Geschäftsordnung dennoch eingehalten wird.

            Mit viel Schlagfertigkeit, Kreativität und Überzeugungskraft wurden politische Debatten lebendig nachgestellt. Zeitweise fühlte es sich tatsächlich an, als säße man in einer Sitzung des Europäischen Parlaments – inklusive spontaner Kommentare, pointierter Wortmeldungen und engagierter Wortgefechte.

            Begleitet wurde das Planspiel von zwei externen Trainern der Agentur planpolitik, die das Projekt im Rahmen eines Angebots der Europäischen Kommission durchführten. Durch ihre Unterstützung gelang es den Teilnehmenden, die komplexen politischen Entscheidungsprozesse der Europäischen Union spielerisch kennenzulernen und gleichzeitig wichtige Fragen rund um Medienkompetenz, Desinformation und die Digitalisierung politischer Meinungsbildung zu diskutieren.

            Der Projekttag zeigte eindrucksvoll, dass politische Bildung lebendig, praxisnah und zugleich unterhaltsam sein kann. Statt Politik nur zu analysieren, konnten die Schüler selbst Entscheidungen treffen, Positionen vertreten und demokratische Prozesse aktiv erleben.

            Am Ende des Tages waren sich viele einig: So macht Politik Spaß! Der Projekttag bot nicht nur spannende Einblicke in die Arbeit der Europäischen Union, sondern sorgte auch für viele unterhaltsame Momente, die sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben werden.